Wie Mitgefühl und Mitfreude Dein Leben verändert

Nach diesen wirklich sehr emotionalen Yoga Wochen ist es mir ein Bedürfnis meine Gefühle und Erkenntnisse dieser wunderbaren Brahmaviharas des Yogas auszudrücken.

Zunächst zum Verständnis, und einfach versucht zu erklärt, im Yoga gibt es 4 Gemütszustände die im Leben versucht werden sollten sich anzueignen:

- Metta, die liebende Güte

- Karuna, das Mitgefühl

- Mudita, die Mitfreude

- Upekkha, der Gleichmut ( das innere Gleichgewicht)

 

Jede Woche haben wir nun versucht durch tolle Meditationen und Yogafolgen den Sinn der dahinter steht zu vermitteln und jetzt ist es für mich Zeit mich zu hinterfragen was es mit mir gemacht hat.

Ich glaube dass ich hier wieder tief gefühlt habe was Yoga eigentlich ist. Es ist nicht nur eine Körperertüchtigung wie man das so oft denkt, es ist kein spiritueller oder esoterischer Quatsch was viele die es noch nie kennengelernt haben denken - es ist ein ständiger Weg des Wachstums und des sich selbst immer besser Kennenlernens und vor allem die tiefe Sehnsucht weckt sich selbst zu verändern, nein sich zu verbessern.

Man bekommt Sätze, Worte ins Herz gepflanzt, dessen Keimung und Wachstum keiner verhindern kann. Du kannst einfach nicht anders als Dein Herz zu öffnen und den Blick zu verändern.

Wenn Du vorgelesen bekommst, dass Mitgefühl, wahres Mitgefühl unser Grundgefühl immer war und wenn Du Dein Herz öffnest gehst Du einfach mit anderen Augen durch das Leben. Ich habe einfach anders geschaut die letzten Wochen - noch anders. Ich fühle das Leid und den Schmerz, selbst von denen die Augenscheinlich so arrogant wirken. Ich hab beobachtet wie in kurzen Augenblicken Unsicherheit im Auge zu sehen war, zittern in der Stimme und ich wusste:" Er oder sie setzt gerade nur eine Maske auf, weil er oder sie Angst hat, weil es einfach gerade nicht gut läuft!" und ich empfand Mitgefühl.

Ich habe wieder gefühlt wie Vergebung, Mitfreude und die tiefe Akzeptanz, dass alles was ist zum Leben gehört - das Leben genauso wie der Tod, die Liebe genauso wie das Leid.

Ich weiß wieder wie wichtig Meditation ist, und das jeden Tag. Eine kurze Zeitspanne in der ich nur bei mir bin, mich zurück nehme aus dieser äußerlichen Welt und nur bei mir bin. Es heilt. Es heilt meinen Schmerz und meine Unsicherheit. Es führt mich in Liebe zurück, zu mir und auch zu allem anderen was ist.

Ich bin tief berührt von diesen 4 Wochen und auch von den Thai Yoga Workshops mit den Erwachsenen und den Kleinen.

Wir haben erlebt wie Menschen weinten dabei, wie Gefühle wieder hoch kamen die so lange verschüttet waren, wir haben die Kleinen zum einschlafen gebracht, so sehr haben sie die Berührungen ihrer Eltern genossen.

All das breitet eine tiefe Dankbarkeit aus in mir, für alles was ist und für alles was ich tun und weitergeben darf.

Ich glaube dass Yoga ein Weg ist, der nie aufhört und ich sehe es ja bei mir wie ich immer wieder neu berührt und inspiriert werde und niemals aufhöre zu lernen, zu staunen, zu wachsen.

Ich kann nur jeden ermutigen Yoga einmal für sich und sein Leben auszuprobieren, denn es ist der richtige Weg, das wird mir immer klarer. Es ist der Weg der wieder zurück zu Dir führt - und das immer wieder und ein Leben lang - wenn DU Dich darauf einlässt und Yoga erkennst - seine Essenz erkennst.

 

Mögen alle Lebewesen glücklich sein.

Mögen alle Lebewesen frei und voller Lebensfreude sein.

Mögen alle Lebewesen Liebe und Mitgefühl in sich spüren.

Mögen alle Menschen ihr Licht in die Welt tragen und damit anderen die Erlaubnis geben es ebenfalls zu tun

Namaste´

Eure Tanja